30.11.2017

Innovationsmanagement: Mit Rückenwind zu neuen Ideen

Innovationsmanagement

In vielen Agenturen fallen Innovationen im Tagesgeschäft als Zufallsprodukt ab – oder sie werden mühsam durch ein Kundenbriefing herbeigeführt. Nachdem vor allem in den frühen 2000er in großen Agenturen ganze Innovationsabteilungen aufgebaut wurden, hielt der Hype nur einige Jahre an. Entweder wurden die Mitarbeiter dieser Units wieder in die Agentur integriert oder sie gingen in New Media / Digital-Units auf.

Was aber ist aus dem Innovationsmanagement geworden?

Dazu zunächst eine kleine Definition zum Innovationsmanagement: Das Management von Innovation ist ein systematisches Vorgehen in einer Organisation Innovationen zu planen, zu steuern sowie die Umsetzung zu begleiten und zu kontrollieren. Durch die Bestrebung Innovationen auch umzusetzen mit einem maximalen wirtschaftlichen und/oder agenturspezifischen Erfolg (z.B. Awards zu gewinnen, Reputation zu erlangen), geht es bei diesem Vorgehen über die reine Ideengenierung hinaus. Innovationsmanagement kann Ideen aufnehmen und weiterverwenden bzw. umsetzen.

Innovationen müssen sich nicht allein auf kommunikative Neuerungen im Sinne von Touchpoints, Technologien oder Inhalten beziehen, sondern können sich auch auf die organisatorische oder auch strategische Ebene beziehen.
Damit ergeben sich unterschiedliche Zielsetzungen der Innovationen. So wird es bei neuen Touchpoints oder kommunikativen Inhalten darum gehen, die definierte Zielgruppe anders, neu, intensiver oder multimedialer zu erreichen, während es bei Prozesshaftigkeit oder strategischer Innovation oftmals um eine Produktivitätssteigerung geht (effizienteres oder effektiveres Arbeiten).

Besonders bei Produkt- und Dienstleistungsinnovationen kann ein mehrstufiger Regelkreislauf (z.B. das 6-stufige Stage-Gate-Modell) sehr hilfreich sein, einen strukturierten Ablauf und eine Prozesshaftigkeit abzubilden. Ob sich ein Kreativer oder ein Entwickler  in die konstruierte Planbarkeit bei der Entwicklung von kreativen Ideen einbinden läßt, mag ein spannender Versuch sein.

Es gibt allerdings Faktoren und Begleiterscheinungen, die ein innovationsförderndes Umfeld bereiten und deshalb eine gute Grundlage für die Maximierung des kreativen Outputs im Sinne von Innovationen bieten.

Welche Einflussfaktoren fördern eine Kultur des Fortschritts, der Experimentierfreude und der kreativen Ideenexplosion?

  • Ihre Agenturstrategie stellt Innovationen als ein Teil der Wertschöpfung dar
  • Fordernde und fördernde Kunden stimulieren Ihre Teams
  • Forschende, mutige Kollegen, die nach ungewöhnlichen Lösungen suchen, werden durch Ihre Unternehmenskultur bestätigt
  • Ihre Führungsriege motiviert die Teams zu neuen Ideen und zur Weiterverfolgung der Umsetzung
  • Teamarbeit und Kooperationen innerhalb und außerhalb der Agenturen werden aktiv gesucht und gefördert
  • Ihre Qualitätsstandards geben einen Rahmen vor – auch für neuartige Lösungen
  • Hierarchische Strukturen ermöglichen ein „Ownership“ bei den tatsächlichen Erfindern
  • Ihre Personalpolitik sucht gezielt Querdenker und wissenshungrige Kreative

In einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft KPMG zur Innovationskultur in Medienhäuser (Titel „Innovationsspektrum Medien – wie bleiben deutsche Medienhäuser am Markt?“) wurde unter anderem abgefragt, welche Herausforderungen der Innovationskultur entgegenstehen. Besonders folgende Faktoren wurden genannt als Hemmnisse eines nachhaltigen Innovationsmanagements:

1. Fehlende Zeit und Terminkonflikte mit dem Tagesgeschäft
2. Personalmangel
3. Budgetrestriktionen
4. Abhängigkeiten zu Global Playern der Kommunikation- und Technologiebranche
5. Umsetzungskompetenzen unzureichend

Interessanterweise wurden die bestehende Unternehmenskultur, die Motivation und der grundsätzliche Ideenreichtum der Mitarbeiter nicht als Argumente gegen eine Innovationskultur genannt.
Es scheint also sowohl der Nährboden für eine Ideen- und Innovationskultur vorhanden zu sein, als auch der Wille der Mitarbeiter pro Innovation zu stimmen. Mit einer Justierung und Fokussierung der wichtigen oberstehenden Einflussfaktoren wird es Ihnen auch ohne aufgeblähte Doppelstrukturen gelingen, ein nachhaltiges Innovationsmanagement über alle Units oder Abteilungen zu fördern.

Haben Sie in Ihrer Organisation Erfahrungen mit einem geleiteten Innovationsmanagement und Tipps für eine schlanke Implementierung? Die Kollegen aus dem Troi Consulting freuen sich auf  Ihren Input unter beratung@troi.de.

Gerne unterstützen wir Sie beim strukturierten Wandel Ihrer Agentur mit einem individuellen Mandat zur Organisationsentwicklung und im Change Management. Mehr Infos zu unserem Leistungsportfolio erhalten Sie hier.

Viele Grüße aus München,

Das Troi Consulting-Team

 

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